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14.12.2007 17:45 Uhr
ESSELBACH
Für ein Pflegeheim in caritativer Trägerschaft
Michael Väth möchte als Kandidat der Bürgergemeinschaft Esselbach ein Bürgermeister für alle werden
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(josch) Zum zweiten Mal bewirbt sich Michael Väth um das Amt des Bürgermeisters von Esselbach. Vor sechs Jahren unterlag er dem heutigen Amtsinhaber Klaus Hofmann.

Angesichts der wie in allen Gemeinden recht knappen Haushaltsmittel will er sich keinen Utopien hingeben. Ein Projekt, das er besonders herausstellen möchte, ist allerdings ein Seniorenheim mit Kurzzeitpflege auf dem Anwesen Freund. Es solle in caritativer Trägerschaft betrieben werden. Seine Vorstellungen unterscheiden sich von dem „bislang bekannten Vorhaben einer privaten Investorengruppe, das augenscheinlich auch in der einheimischen Bevölkerung auf keine Resonanz stieß“, wie Väth dieser Zeitung schilderte. Ein sozialer Betreiber soll insbesondere einheimische, betagte Menschen ansprechen, die nicht mehr alleine leben können oder bettlägrig sind. Er soll ihnen einen Lebensabend in vertrauter Umgebung ermöglichen. Keinesfalls soll das Heim nur eine Durchgangsstation zwischen ihrem Zuhause und einem Pflegeheim sein.

Die Kurzzeitpflege solle den pflegenden Verwandten ermöglichen, hin und wieder eine Reise zu unternehmen. Väth: „Hier unterscheidet sich das caritative Projekt ganz stark von der Privatinitiative.“

Väth führt ein weiteres Argument für den sozialen Träger an: Die Senioren müssten sich nicht erst in Form einer Eigentumswohnung in das Heim „einkaufen“, sondern wie allgemein üblich nur den festen Pflegesatz an das Heim bezahlen. Nicht von der Hand weisen möchte Väth auch die ihm gegenüber geäußerten Befürchtungen vieler Leute, dass sich die Glaubensgemeinschaft UL mit einem Pflegeheim unmittelbar neben der Kirche St. Margaretha etablieren könnte.

Pfarrer Alexander Eckert, der Pfarrgemeinderat und die Kirchenverwaltung stünden hinter seinem Vorschlag und hätten dies bereits schriftlich an das bischöfliche Ordinariat und die Caritas formuliert.

Väth sieht dem Projekt optimistisch entgegen, weil der Diözese die besondere Situation von Esselbach wegen der starken Präsenz des UL sehr wohl bekannt sei, wie er formulierte. Diese Erkenntnis habe sich nach Väths Meinung bereits bei der Besetzung der Pfarrstelle gezeigt. Durch das Heim könnten außerdem etliche qualifizierte Langzeit-Arbeitsplätze geschaffen werden.

Zur Person

Michael Väth Väth wurde am 11. August 1957 in Esselbach geboren. Nach der Ausbildung bei der Bereitschaftspolizei studierte er an der Beamten-Fachhochschule und schloss mit der Prüfung für den gehobenen Polizeidienst ab. Weitere Stationen: Einsatzzug Aschaffenburg, Autobahnpolizei Hösbach, Landkreis Aschaffenburg, Lohr und ab 2003 Dienstgruppenleiter in Marktheidenfeld. Der Polizeihauptkommissar ist verheiratet und hat drei Kinder von 13, 15 und 19 Jahren. Väth gehört dem Gemeinderat an und ist Mitglied der Feuerwehren Esselbach und Kredenbach, bei VdK, Obst- und Gartenbauverein Kredenbach, FSV und Spielmannszug Esselbach.

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