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Der finale Streich

Inhaltsverzeichnis

Verantwortlich sind die Initiatoren des Bürgerentscheids: Franz Ruck, Michael Väth, Hans-Jürgen Hock

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Info des Bürgerbegehrens Bärnroth Seitenanfang Startseite

Esselbacher Wald - Bärnroth

Glaubt man der Sage, so wurden vor ca. 300 Jahren die Esselbacher von Mönchen des Klosters Triefenstein um ihren damaligen Wald "Stockenhain" gebracht. Die pfiffigen Triefensteiner sollen die Gemeindevertreter mit Alkohol benebelt und damit die Rückzahlung des ihnen gewährten Darlehens so lange erfolgreich hinausgezögert haben, bis der vereinbarte Rückzahlungstermin verstrichen war. Mittlerweile wurde der Wald von der Gemeinde zurück gekauft.

Heute richtet sich das Augenmerk der Begehrlichkeit auf ein anderes Juwel der Gemeinde - das "Bärnroth". Zeitgemäß tritt ein Geschäftsmann mit Aktentasche und schwerem Mercedes als "großzügiger Investor" an Pfingstsonntag auf, um auch Esselbach von der Schlafgemeinde selbstlos in das Industriezeitalter zu führen.

Der tatsächliche Wert des "Bärnroth"

Die derzeitigen Quadratmeterpreise für erschlossene Gewerbebauplätze liegen in Altfeld bei 25,- € bis 30,-€. Glaubt man informierten Kreisen, soll er sich im Bettinger "FOC-Gelände" gar um die 60,- € bewegen! Vor einigen Jahren noch Ackerland nach dem niemand fragte, heute vergoldet! Herr/Frau Tröster würden unter Einbeziehung der Erschließungskosten im "Bärnroth" etwa 17,50 € und keine 27,- € pro qm zahlen!

Herr/Frau Tröster haben das "Bärnroth" sogar dem Standort Unterwittbach zwischen FBU und Autobahn mit über 10 ha Grundfläche vorgezogen. Und das, obwohl sämtliche Besitzer Verkaufsbereitschaft zu einem angemessenen Preis signalisierten. In diesem Gewand besitzen sie bereits eine Ackerfläche, weitere 6 ha im näheren Bereich. Diese konnten zusätzlich als Tauschfläche angeboten werden. Der Grundstückskauf wäre dort sicherlich einiges teurer gewesen als in Esselbach. Im Gegenzug lägen die Erschließungs- und laufenden Unterhaltskosten (Wasser, Kanal, Strom etc.) wesentlich niedriger als beim "Bärnroth". Die Erschließungsanlagen hätten dort nur ca. 300 m und keine 1.500 m weit gebaut und unterhalten werden müssen. Die Anschlussstelle zur Autobahn ist auch nur 1,5 km und nicht über 4 km weit entfernt.

Wenn Herr/Frau Tröster dann darüber hinaus allein in Unterfranken 10 Standortangebote vorliegen und sie bislang hartnäckig an Esselbach festhalten, unterstreicht dies nur die Tatsache, dass die von ihnen angebotenen Konditionen dem Standort in keinster Weise gerecht werden. Esselbach ist offensichtlich immer noch der unterfränkische Billigheimer.

Das "Bärnroth" liegt im Herzen des erweiterten Europas! Direkt an der vielleicht in 10 Jahren schon sechsspurigen A 3, einer der Hauptverkehrsadern Deutschlands. Weiterhin dürfte sich die unmittelbare Nähe zum bereits bestehenden FOC und den derzeit in Planung befindlichen "CreativWelten" an der Autobahn bei Bettingen wertsteigernd auswirken. Im Zuge des Ausbaus der A 3 wird diese Fläche ihren eigentlichen Stellenwert erst erreichen. Wenn es gelingen sollte, für dieses Gebiet noch eine Zufahrt in Fahrtrichtung Frankfurt zu installieren, wird das "Bärnroth" zusätzlich eine massive Wertsteigerung erfahren. Auch die beiden Rastanlagen Würzburg an der A 3 werden lediglich über eine Grundstückszu- und -abfahrt und keine regulären Anschlussstellen erschlossen.

Wert und Lage des "Bärnroth" erkannt

Frau/Herr Tröster haben die einmalige politische und wirtschaftliche Lage in Esselbach erkannt und mit Unterstützung des Bürgermeisters versucht in drei einander folgenden nichtöffentlichen Sitzungen handstreichartig in den Besitz des Terrains zu gelagenen. Die Bürger wurden über Wochen bewusst im Unklaren gelassen, mit den alteingesessenen Handwerks- und Geschäftsbetrieben, den Säulen und Stützen der dörflichen Struktur, nicht zusammen gearbeitet. Diese vorrangig zu berücksichtigen und in die Planung mit einzubeziehen wäre eine wichtige Aufgabe des Bürgermeisters gewesen und nicht die uneingeschränkte Unterstützung eines fremden "Geldgebers", vor dem bis heute ein undurchsichtiger Schleier hängt.

Die vermeintlich einmalige Chance

Die angeblichen Einnahmen von 1,5 Mio. € für Erschließungskosten, die vom Bürgermeister im Amtsblatt Nr. 7/2004 angekündigt wurden, wären für die Gemeinde definitiv nicht angefallen, da Frau/Herr Tröster selbst erschließen wollen. Ansonsten würde sie ja doppelt zahlen. Der finanzielle Erlös für die Gemeinde hätte sich auf die möglichen Grundstücksverkäufe reduziert. Im Übrigen belaufen sich die Erschließungskosten für Frau/Herrn Tröster nach deren eigenen Angaben aufgrund bereits vorliegender konkreter Angebote im Mittel auf 1,55 Millionen € und nicht auf 2,5 Mio. €, wie im Amtsblatt bekannt gegeben!

Ungereimtheiten - fragwürdiges Zahlenmaterial

Beschäftigungslage

Aus 50 tatsächlichen Arbeitslosen, unter ihnen 18 Langzeitarbeitslose, in der amtl. Statistik des Monats Juli 2004 werden in der Bürgermeisterstatistik 63. Die Zahl der amtlichen 4 jüngeren Arbeitslosen bis zum Alter von 25 Jahren, vervierfacht sich gar in der des Bürgermeisters, da diese dort mit 16 angegeben wurde. Die Beschäftigungslage ist in unserer Gemeinde alles andere als besorgniserregend. Mit 4,4 - 5,0 % liegt sie deutlich unter dem eh schon niedrigen Landkreisdurchschnitt von 5,6 %, Sozialhilfeempfänger sind mit 3 Personen praktisch nicht vorhanden!

Die Dramatisierung der Beschäftigungs- und Soziallage in Esselbach seitens des Bürgermeisters dient allenfalls der Beeinflussung des Bürgerentscheides. Sachlich entbehrt sie dagegen bislang jeglicher Grundlage. Wie sich die Entwicklung bei Braun auf Esselbach auswirkt, bleibt abzuwarten.

Tröster-Argument "Werbung"

Die SKT ist im Autozuliefererbereich tätig. Es dürfte jedem klar sein, dass kein Automobilhersteller seine Zulieferer danach aussucht, ob z.B. zufälligerweise ein Geschäftsreisender von VW an einem Gebäude vorbei fährt, das den Schriftzug "SKT" oder Ähnliches trägt. Die Zulieferer sind bestens bekannt und werden keinesfalls nach solch naiven Kriterien ausgesucht. Derartige Werbeeffekte sind für Firmen interessant, die an Endkunden verkaufen. Und mit denen hat SKT ja wohl nichts zu tun. Im Übrigen stehen die Autozulieferer bereits in direkter Konkurrenz zu osteuropäischen Produzenten, kämpfen ums Überleben und wandern in diese Billiglohnländer ab.

Manipuliertes Druckmittel "Zeitnot"?

Gegenüber dem Gemeinderat wurde permanent die Dringlichkeit des Verkaufs betont, da die SKT in Kreuzwertheim bis Ende März 2005 ausziehen müsse. Wie wir mittlerweile schriftlich nachweisen können, muss sie ihren derzeitigen Betrieb eben nicht verlassen. Sie hat vielmehr den bestehenden Pachtvertrag selbst zum April 2005 gekündigt. Die SKT hat ganz im Gegenteil eine vertragliche Garantie das gesamte Gelände bis zum Jahr 2015 mieten und nutzen zu können! Damit stellt sich die Frage, inwieweit der "drohende Abzug von SKT" und der "Verlust von Arbeitsplätzen" somit nur als manipuliertes Druckmittel gegenüber dem Esselbacher Gemeinderat diente, um den Verkauf des "Bärnroth" zu beschleunigen.

Was bezweckt Tröster wirklich?

Uns liegen ebenfalls schriftliche Unterlagen vor, nach denen die SKT seit 2001 die vertraglich vereinbarte Pacht für das Gelände in Kreuzwertheim nicht in voller Höhe zahlte. Sie blieb seit dieser Zeit dem damaligen Grundstückseigentümer bis heute ca. 100.000,- € schuldig! Wie vertragstreu würden sich wohl Herr/FrauTröster gegenüber Esselbach verhalten? Exakt dieser Betrieb, der seit Jahren ums Überleben kämpft und nach seiner Neustrukturierung durch Herrn/Frau Tröster noch nicht einmal in der Lage oder willens war die monatliche Pacht zu zahlen, soll nun im "Bärnroth" seine Produktionsflächen mehr als verdoppeln und die 8fache Geländefläche für weitere Expansionen erhalten.

Laut Bürgermeister sollten zwei weitere Betriebe mit insgesamt ca. 600 Arbeitsplätzen von Herrn Tröster nach Esselbach umgesiedelt werden. Mittlerweile ist davon ebenfalls nicht mehr die Rede. Diese Ankündigung wurde vom Investor selbst revidiert. Es stellt sich zwangsläufig die Frage was tatsächlich hinter dieser undurchsichtigen Aktion steckt?

Risiken laut Landrat Grein

Auch unser Landrat Armin Grein sprach sich entgegen der Aussage von unserem Bürgermeister Hofmann von Anfang an gegen das Projekt in dieser Form aus. Er kritisierte vor allem die enorme Fläche im Besitz einer Person oder einer Firma. Weiterhin äußerte er Bedenken, die Risiken die sich für Esselbach aus einem derart großen Projekt ergeben können, vertraglich ausreichend absichern zu können. Das "Bärnroth" hat etwa die Größe des Marktheidenfelder Gewerbegebietes Dillberg.

Die "Sicherungsklauseln" der Gemeinde

Die 14 Eckpunkte wie sie im Amtsblatt dargestellt wurden und mit denen Herr Hofmann die Gemeinde absichern wollte, sind völlig unzureichend. Trotzdem konnte ein Verkauf unter diesen Voraussetzungen nur mit 1 Stimme Mehrheit und damit denkbar knapp verhindert werden. Die Eckpunkte seien hier anhand einiger wichtiger Beispiele exemplarisch dargestellt:

Die "UL-Klausel"

Der Notariatsvertrag sollte eine Passage enthalten, nach der eine Überlassung der Fläche an religiöse Gemeinschaften verhindert wird. Hierzu ist festzustellen:

Alle Objekte des UL sind entweder in Privatbesitz oder werden über Vereine, GmbHs bzw. sonstige Rechtsformen von Angehörigen des Universellen Lebens eigenständig geführt. Insofern könnte Frau/HerrTröster jederzeit seine 10 ha meistbietend an UL-Mitglieder oder an Firmen verkaufen, vermieten oder verpachten die von UL-Angehörigen geleitet werden, ohne also vertragsbrüchig zu werden. Wie groß wird dann wohl die Hemmschwelle bei jemanden sein dies nicht zu tun, der von sich selbst an Pfingstsonntag gegenüber Teilen des Gemeinderates sagte: "... mein Hobby ist Geld verdienen .., ..ich bin vor 14 Jahren aus der Kirche ausgetreten ... ich habe keine moralischen Verpflichtungen .."? Unstrittig ist doch wohl, dass ein Industriegebiet "Bärnroth" für die Glaubensgemeinschaft zwischen Esselbach, Michelrieth und Altfeld optimal läge.

Kläranlage - Kanalisation - Wasser

Für nur eine Firma am Bärnroth, wie die SKT, würde die Kapazität unserer Kläranlage sicherlich ausreichen. Nachdem die Anlage 2000 allerdings nur saniert wurde, muss damit gerechnet werden, dass sie in 10 Jahren für etwa 3 Mio. € komplett neu gebaut werden muss. Diese wird dann mit höchster Wahrscheinlichkeit auf das komplette, neu hinzugekommene ca. 16,5 ha umfassende Gewerbegebiet angepasst und dementsprechend vergrößert werden müssen. Für diesen nicht in allzu ferner Zeit eintretenden Fall greift ein Regelung zu kurz, nach der eine Überlastung der Kläranlage durch Vorklärung seitens Tröster zu verhindern ist. Ein Notariatsvertrag, in dem dies ganze nun plötzlich abgesichert sein soll, wurde dem Gemeinderat bis zum heutigen Tag nicht vorgelegt.

Diese Aussage des Bürgermeisters ist um so fragwürdiger, als in den diesbezüglichen Gesprächen die Geschäftsleitung der SKT ausdrücklich betonte, dass ihre Firma von allen künftigen satzungsmäßigen Belastungen befreit sein müsse. Dies bedeutet konkret, dass sie bei allen erforderlichen Baumaßnahmen für Wasser, Kanal, Kläranlage, Straßen, Beleuchtung usw. nichts zahlen will. Sie weigerten sich in den letzten Gesprächen sogar die erforderlich Abbiegespur von der Kreisstraße zu bezahlen. Wer wird dies dann letztendlich alles zahlen?

Vorkaufsrecht für 2,- € pro Quadratmeter

Dies soll der Gemeinde die Möglichkeit einräumen, bei einem evtl. Verkauf das Terrain zum gleichen Preis wieder vom Investor zurückkaufen zu können. Die Eckpunkte enthalten jedoch keine weitergehenden Aussagen zu den bis dahin entstandenen Erschließungskosten. Mit diesen Kosten läge der Quadratmeterpreis wieder bei etwa 17,50 € und würde damit die Fläche derart verteuern, dass sie die Gemeinde nicht zurückkaufen könnte. Bei 5 ha wären dies z.B. ohne jegliche Gebäude ca. 875.000,- €! Mit Fabrikationshallen würde sich der Betrag vervielfachen.

Es wird wohl niemand ernsthaft auch nur einen Gedanken daran verschwenden dass Frau/Herr Tröster im Einkauf unter dem Strich 17,50 € pro Quadratmeter zahlen würden, um ihn später wieder für 2,- € zu verkaufen.

Am 10. Oktober geht es um die Zukunft Esselbachs
Die Kostenfalle kann jeden einzelnen Bürger treffen- ob jung oder alt!
Der Bürgerentscheid ist zwingend erforderlich

Noch vor ca. 6 Wochen wurde die Bürgerinitiative vom Bürgermeister aufgefordert, das Bürgerbegehren zurück zu nehmen, weil der Gemeinderat einen Verkauf von 10 ha an Herrn/Frau Tröster abgelehnt hatte und für diese eine kleinere Version nicht in Frage käme. Im letzten Amtsblatt war nun zu lesen, dass mit dem Bürgerentscheid die Abstimmung darüber getroffen wird, ob Esselbach ein Gewerbegebiet bekommt oder nicht. Damit wurde seitens des Bürgermeisters entgegen seiner bisherigen Beteuerungen gegenüber der Bevölkerung und Aufforderungen an die Bürgerinitiative letztendlich eingeräumt, dass der "Trösterplan", wie wir schon lange vermuteten, eben nicht ad acta gelegt wurde. Wenn wir den Bürgerentscheid verlieren, muss mit damit gerechnet werden, dass die Verhandlungen mit Frau/Herrn Tröster unverzüglich wieder aufgenommen werden.

Was bezweckt der Bürgerentscheid?

Er dient in erster Linie dem Schutz unserer Bevölkerung vor unkalkulierbaren Risiken. Denn das Resümee ist klar:

Und das alles ohne Not, in wirtschaftlich risikobehafteten Zeiten in denen eigentlich Vorsicht angesagt sein sollte um die Bürger nicht in weitere Kostenfallen zu treiben. Darüber hinaus stehen in nächster Umgebung genügend Gewerbeflächen zu fairen Preisen zur Verfügung - auch für Trösters und die SKT.

Beteiligen Sie sich an dem Bürgerentscheid und stimmen Sie mit "JA" um sich selbst vor derart riskanten Planungen und Kostenfallen zu schützen. Heute nennen sie sich Tröster, morgen "Letzte Chance". Auch wenn Sie nicht mehr im Besitz Ihrer Wahlkarte sind können Sie zur Wahl gehen - Ausweis / Führerschein genügt !