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Das vierte Posthorn

Posthorn 4: Inhaltsverzeichnis

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Das 2. BGE-Scheunenfest - ein voller Erfolg SeitenanfangStartseite

Heimische Kunst im Kuhstall

Mal etwas anders machen als das Übliche wollten wir bei unserem zweiten Scheunenfest, weshalb der ehemalige Kuhstall des alteingesessenen Wirtshauses "Zur Krone" in einen "Ku(h)nststall" verwandelt wurde.

Vier Künstler stellten dort und in der Scheune, in dem die Besucher gemütlich zusammen saßen, ihre Kunstwerke aus.

Zu Livemusik mit den "Oldies" und den "Spessartvagabunden" moderne Kunst im antiken Kuhstall: ein Konzept, das bei Besuchern, Ausstellern und Organisatoren gleichermaßen ankam. Letztere konnten an den beiden Tagen ca. 500 Gäste aus allen Grunddörfern begrüßen.

Sepp Bauer bereicherte die Ausstellung mit großformatigen Fotoaufnahmen. Skurriles aus ungewöhnlichen Perspektiven, Strukturen wie sie einem in der Natur nur auf dem zweiten Blick auffallen und gewollt Unscharfes.

Hauptsächlich Plastiken aus Sandstein, Ton, Bronze und Speckstein zeigten dagegen Thomas Schreck und Lothar Heim.

Die heimischen Künstler brauchen sich mit ihren Werken nicht zu verstecken! Dies fand auch die Vierte im Bunde: Rosemarie Schramm aus Aschaffenburg. Schramm, die sonst mit ihren Acrylbildern bei Ausstellungen in Aschaffenburg und Berlin zu finden ist, kam über einen Bekannten zum Esselbacher Scheunenfest und brachte Bilder aus einer ihrer Serien mit: Akte, Menschen, Begegnungen. Alles, was sie gesellschaftlich aufnimmt, verarbeitet sie in ihren Bildern - so ihre Aussage.

Kanalbau durch Abwasserverband und Gemeinde Esselbach SeitenanfangStartseite

Abwasserverband Esselbachgrund (AVE)

In Verlängerung der Esselbacher Friedhofstraße begann der AVE (Esselbach u. Bischbrunn) nach der Sanierung der Kläranlage, mit der ersten von mehreren Baumaßnahmen bis zum Jahr 2007. Sie wurden durch die Verschärfung von Abwassergrenzwerten und den daraus resultierenden "Strafabgaben" für unsere Gemeinden notwendig.

Anstelle eines zunächst geplanten Rückhaltebeckens im Bereich der Esselbacher Freizeitanlage, wird nun parallel zum vorhandenen Kanal ein zweiter größerer Kanal gebaut. Diese Alternative ist sowohl in der Bausumme, als auch insbesondere in der späteren Unterhaltung deutlich billiger als das ursprünglich geplante Rückhaltebecken. Kosten etwa 250.000 €.

Gemeinde Esselbach

Um die Hochwassersituation in Kredenbach zu verbessern, beschloss der Esselbacher Gemeinderat den vorhandenen Schmutzwasserkanal in der Spessartstraße, von der Dorfstraße bis zum Anwesen "Mayer", von 30 cm auf 50 cm zu vergrößern. Geschätzte Kosten ca. 250.000 €.

Von Seiten der BGE wurde alternativ vorgeschlagen, anstelle der Kanalauswechslung in der Spessartstraße das Regenwasser von den Äckern oberhalb Lärchenstr. / Viehtrieb, nicht mehr der dortigen Kanalisation, sondern über ein offenes Grabensystem direkt dem Bach zuzuleiten. Dies hätte sicherlich zu einer Entschärfung der zeitweise überfluteten Keller in der Lärchenstraße und auch dem "Fliegen" der Kanaldeckel in der Spessartstraße beigetragen. Darüber hinaus hätte auch der Abwasserverband mit einer geringeren "Strafabgabe" für die weitere Reduzierung des Fremdwassers im Kanalsystem rechnen können.

Nach Meinung des planenden Ingenieurbüros soll diese Ersatzmaßnahme jedoch nicht ausreichen, um das gelegentliche "Fliegen" der Kanaldeckel in der Spessartstraße zu verhindern.

Weiterhin wird das Gebiet Schmiedsgasse bis Goldbrunnenstraße von der Engstelle beim Welzengraben abgeklemmt. Der Bereich wird dann von der Schmiedsgasse, über die Hauptstraße und am Kirchbrunnen vorbei, direkt Richtung Friedhofstraße gefü hrt, was zu einer deutlichen Entlastung des Schmutzwasserkanals im Welzengraben führen dürfte. Kosten ca. 175.000 €.

Finanzierung für die Esselbacher Bürger

Die Finanzierungsform der beschriebenen Bauarbeiten wurde mittlerweile vom Esselbacher Gemeinderat beschlossen. In unserer letzten Ausgabe berichteten wir bereits, dass derartige Kanal- oder auch Wasserleitungsbaumaßnahmen auf die Bürger der gesamten Gemeinde umgelegt werden müssen.

Dabei ist grundsätzlich die Gebühren- oder Beitragsfinanzierung möglich. Ideal w äre aus unserer Sicht eine Finanzierung von 50 % der Kosten über die Abwassergeb ühren mit einer Laufzeit von ca. 10 Jahren und 50 % mit Beiträgen an die Grundst ückseigentümer gewesen. Damit wären alle Betroffenen (Grundstücksbesitzer und Mieter) gleichermaßen mit den Vor- und Nachteilen der jeweiligen Umlageform belastet gewesen (wir berichteten).

Die Rechtsprechung lässt allerdings eine Gebührenfinanzierung derartiger Investitionen über einen überschaubaren Zeitraum von z.B. 10 Jahren nicht zu. Sie fordert eine Zeitspanne von ca. 40-50 Jahren, mit der Folge dass in dieser Zeit horrende Zinsen auflaufen würden und noch zwei künftige Generationen mit den gegenwärtigen Baumaßnahmen belastet werden müssten.

In diesem Zusammenhang hatte bereits ein Gemeinderatsmitglied für den Fall einer teilweisen Gebührenfinanzierung Widerspruch gegen seinen Gebührenbescheid angek ündigt. Dies hätte zur Folge, dass das ganze Finanzierungssystem vom Landratsamt als Rechtsaufsichtsbehörde wieder aufgehoben werden würde. Aus diesen Gründen entschied sich der Gemeinderat notgedrungen für die alleinige Beitragsfinanzierung und damit Umlage auf die Grundstücksbesitzer.

Sofern die geplanten Baukosten eingehalten werden, müsste nach den Berechnungen der VG der Eigentümer eines durchschnittlichen Grundstückes mit 900 Quadratmeter und einem Wohnhaus mit 300 Quadratmeter Geschossfläche etwa 1.400 € zahlen, die auf drei Raten verteilt werden können. Voraussichtliche Fä lligkeit: November 2003, Juli 2004 und Juli 2005.

Im Falle einer Einmalzahlung werden 3 Prozent Nachlass gewährt. Bei übergroßen Baugrundstücken wird die Quadratmeterzahl auf max. 1.500 pro Platz begrenzt. Beispiel: Bei einem Grundstück mit 2.000 mư im Altortbereich werden max. 1.500 mư in Rechnung gestellt.