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Der siebte Streich

Posthorn 7: Inhaltsverzeichnis

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Photovoltaik - Kraftwerk Bärnroth SeitenanfangStartseite

Hohe Einnahmen möglich

Die Fa. Solon hat der Gemeinde schon am 5. Mai 2005 schriftlich eine jährliche Pacht von ca. 2.500,- pro Hektar angeboten, wenn sie einen Solarpark ab einer Größe von etwa 5 ha im Jahr 2006 errichten kann! Dies wären insges. 12.500 ,- . Hinzu kommen du r chschnittliche jährliche Gewerbesteuereinnahmen von ca. 11.500 , die ein privater Betreiber bezahlen müsste. Auch diese Summe ist nicht aus der Luft gegriffen sondern wurde anläßlich einer zur Zeit im Bau befindlichen gleichgro&szli g;en Anlage von der Fa. IBC berechnet und uns zur Verfügung gestellt. Dies bedeutet durchschnittliche jährliche Gesamteinnah-men von ca. 24.000,- für die 5-ha-Variante. Würden gar 20 ha zur Verfügung gestellt, vervierfacht sich die Summe auf etwa 96.000,- jährlich. In 20 Jahren wären dies ca. 1,92 Mio. ohne jegliches realistisches Risiko! Würden diese Gelder komplett zur Schuldentilgung hera ngezogen, wäre die Gemein de in diesem Zeitraum schuldenfrei. An landwirtschaft-licher Pacht erhält die Gemeinde derzeit jährl. ca.150,- pro Hektar.

Solaranlage als Eigenbetrieb

Im Falle einer direkten Beteiligung der Gemeinde an dem Betrieb wären voraussichtlich noch deutlich höhere Gewinne zu erzielen. Die schriftliche Aussage des Landratsamtes Main-Spessart, wonach die Gemeinde eine Anlage nicht selbst betreiben d&u uml;rfe, war fa l sch. Sie wurde durch die Regierung von Unterfranken revidiert, wie Bürgermeister Klaus Hofmann auf Nachfrage einräumen musste. Auch der Landkreis Schweinfurt hat mittlerweile eine größere Feilandanlage auf einer ehemaligen Mülldeponie errichtet. Der Kreis hat die Fläche nicht an einen privaten Betreiber verpachtet, sondern die Anlage selbst finanziert und f ührt sie wegen der hö h eren Rendite als Eigenbetrieb.

Seriöser Interessent vorhanden

Schon anlässlich der Informations-veranstaltung von CSU, BGE, Jagdgenos-senschaft und BBV am 2. Mai 2005 in Steinmark, bekundete ein persönlich anwesender Vertreter der Solon AG das starke Interesse seiner Firma an der Umsetzung eines derartige n Projekte s und bezifferte den eingangs erwähnten Pachtpreis. Die Solon AG ist der größte deutsche Hersteller von Fotovoltaik-anlagen mit Sitz in Berlin und errichtet derzeit den weltweit größten Solarpark auf "Gut Erlasee" bei Arnstein. Bereits mit Schreiben vom 5 . Mai 2005 bestätigte die Firma Solon nochmals schriftlich gegenüber Gemeinde ihr Interesse und teilte darüber hinaus mit, dass sie bereit wäre eine Anlage mit oder ohne Beteiligung der Gemeinde zu bauen, zu finanzieren oder die entsp rechende Fläche zu p a chten. Sie würde auch Planungs-kosten übernehmen. Die Gemeinde müsste lediglich Baurecht schaffen. Nach Fertigstellung der Anlage könnte sie z.B. als selbständiger Betrieb geführt werden. Mittlerweile bekundete Solon anlässlich einer Gemeinderatssitzung am 21. Juni bereits das 3. Mal ihr Interesse. Mindestens 2 weitere Firmen haben sich angemeldet, so dass sich die Gemeinde den Günstigsten aussuchen könnte.

Gemeinde bleibt Grundstücks -eigentümerin

Bei allen Betriebsformen ist kein Flächenverkauf erforderlich! Die Gemeinde bliebe Eigentümerin des gesamten Bärnroth und könnte nach Ablauf des Pachtverhältnisses wieder frei über ihr Gelände verfügen. Insofern si nd auch keinerlei Berührungsängste mit dbsformen ist kein Flächenverkauf erforderlich! Die Gemeinde bliebe Eigentümerin des gesamten Bärnroth und könnte nach Ablauf des Pachtverhältnisses wieder frei über ihr Gel&a uml;nde verfügen. Insofern sind auch keinerlei Berührungsängste mit dbsformen ist kein Flächenverkauf erforderlich! Die Gemeinde bliebe Eigentümerin des gesamten Bärnroth und könnte nach Ablauf des Pachtverhältnisses wieder frei über ihr G elände verfügen. Insofern sind auc h keinerlei Berührungsängste mit d e m Ausgang des Bürgerentscheides erkennbar.

Befristete Nutzung über 20-30 Jahre

Eine Fotovoltaikanlage wird in der Regel über einen Zeitraum von 20 bis max. 30 Jahren betrieben und danach wieder abgebaut. Das Gelände wird praktisch wieder in seinen Urzustand gebracht. Bei entsprechendem Bedarf wäre nach einer Umwidmun g und Erschließ u ng auch eine zusätzliche Nutzung als Gewerbegebiet möglich.

Planungskosten

Um die Planungshoheit, sowie das "Heft des Handelns" fest in der Hand zu halten, wäre es für die Gemeinde sinnvoll die erforderlichen Planungskosten von etwa 6.000,- vorzustrecken. Sie müsste sich damit nicht vorschnell auf den erstbeste n Anbieter fest l egen, sondern könnte die Konkurrenzsituation für sich nutzen. Die Ausgaben würden anschließend problemlos im Rahmen des erforderlichen Vertragswerkes an den Meistbietenden Interessenten weitergegeben werden.

Positive Auswirkungen eines "Sondergebietes"

Die Ausweisung eines Sondergebietes ist auf jeden Fall sinnvoll, selbst wenn aus irgend welchen Gründen keine Fotovoltaikanlage gebaut werden sollte, da sie trotz allem die nachfolgend beschriebenen positiven Auswirkungen für die Gemeinde h&aum l;tte:

Wertsteigerung zu Gunsten der Gemeinde

Die Wertsteigerung zu Gunsten der Gemeinde wird bereits anhand der angebotenen Pachtzahlungen deutlich. Mit der Ausweisung als Sondergebiet, wird sie nochmals untermauert und nachhaltig gefestigt. Nach der neuesten Erhebung des amtl. Gutacherausschusses b eim Landratsamt MSP liegt der Wert von Bauerwartungsland für ein unerschlossenes Gewerbegebiet beispielsweise bei 14 pro Quadratmeter, während es als Ackerland mit etwa 3 bewertet wird. Diese Wertsteigerung kann sich bereits bei einem evtl. anstehend e n Flächenverkauf im Zuge der Autobahnverbreiterung für die Gemeinde positiv auswirken, auch wenn sich die Autobahndirektion naturgemäß gegen eine erhöhte Zahlung sträuben wird.

Kommerzielle Nutzung des Bärnroth wird ermöglicht

Eine Bauleitplanung Sondergebiet ermöglicht grundsätzlich die kommerzielle Nutzung des Bärnroth. Im Zuge dieses Verfahrens muss es auch zwingend aus dem Naturpark Spessart entlassen werden.

Kombination mit Gewerbegebiet möglich

Durch den Bau der Solaranlagen parallel zur Autobahn, im sogenannten nur bedingt bebaubaren Bereich (40-100 m von der BAB entfernt), bliebe der gesamte voll bebaubare Bereich erhalten. Siehe beigefügte Skizze. Die Gemeinde hätte damit die Wahl, bei entsp r echen lukrativen Angeboten entweder den Solarpark zu vergrößern oder auch bei einem wirklich interessanten Angebot in relativ kurzer Zeit ein Gewerbegebiet umzusetzen.

Gewerbeflächen im Überfluss

Zu bedenken ist insbesondere, dass auch mittel- bis langfristig kein Mangel an Gewerbeflächen, sondern ausschließlich an seriösen und zuverlässigen Firmengründern zur erwarten ist. Alleine in Altfeld stehen noch ca. 40-50 ha Gew erbeflächen in bester Lage und in unmittelbarer Nähe zur Verfügung! Hinzu kommt noch Wiebelbach. Betriebsansiedlungen die von einem billigen Flächenkauf abhängig gemacht werden, haben von vorn herein keine Zukunft und sind eher spekulativer Art. Dies insbesonde re wenn die Folge- u n d Unterhaltslasten eines Gewerbegebietes "sozialisiert" und der Bevölkerung aufgebürdet werden sollen.

Vermeintliche und tatsächliche Probleme

Naturpark Spessart unproblematisch!

Das Bärnroth liegt zwar direkt am Rande, aber noch im Naturpark Spessart. Nachdem im Zuge der Autobahnverbrei-terung die Grenzen des Landschafts-schutzgebietes auch am Bärnroth zwangsläufig verschoben werden müssen, ist bei einer komp letten Herauslösung k aum mit Widerständen zu rechnen. Diesbezüglich wurden bereits tel. Zusagen gemacht. Nach Auskunft der Naturschutzbehörden ist das Gebiet nicht als ökologisch besonders wertvoll eingestuft. Die Chancen für eine Herauslösung s teigen insbesondere dann erheb l ich, wenn dies durch ein konkretes Projekt mit Bauleitplanung untermauert wird. In Unterfranken sind bereits eine Reihe von Freilandanlagen in Bau und weitere in der Planung.

Zeitdruck ist Problemfaktor!

Für die Bauleitplanung ist ein Zeitraum von voraussichtlich mind. 6 Monaten erforderlich. Zusätzlich muss ein Planungsauftrag an ein Ingenieurbüro vergeben werden, dass zunächst die entsprechenden Vermessungen und sonstigen Erhebungen durchführen muss. D u rch die bisherige schleppende Vorgehensweise (bereits 7 Sitzungen in 7 Monaten) ohne konkrete Ergebnisse, ist es mittlerweile nicht mehr möglich eine Fotovoltaikanlage im Jahr 2005 in Betrieb zu nehmen. Dies kann frühestens Anfang 2006 gesch ehen und z i eht bereits konkret einen Abschlag an der Stromvergütung von 6,5 % gegenüber 2005 nach sich. Auch jedes weitere Verschleppen in 2006 reduziert die Gewinne. Das sich dies auch negativ auf die Einnahmemöglichkeiten der Gemeinde ausgewirkt ha t, liegt auf de r Hand. Soll der Bau einer Anlage Anfang bis Mitte 2006 begonnen werden können, müsste das Genehmigungsverfahren baldmöglichst eingeleitet werden.

Spätere Entsorgung beherrschbar

Die meisten Bestandteile sind herkömmlicher Bauart und mittlerweile wertvolle Rohstoffe und werden sogar in unseren Wertstoffhöfen gesammelt, weil sie problemlos recycelbar sind. Trotz allem kann für den Abbau eine ausreichende jährli che Rücklage, ähnlic h einer Mietkaution, zu Gunsten der Gemeinde vertraglich vereinbart werden, die in die Betriebskostenkalkulation mit einfließt.

Schwerpunktthema in der Landwirtschaft

Selbst in der Landwirtschaft werden Fotovoltaikanlagen großflächig auf geeigneten Gebäuden eingesetzt. Ein Markt der auch bei den eher konservativen und vorsichtigen Landwirten auf starkes Interesse stößt. Unter dem Stichwort " Der Landwirt als Energiewir t " werden Strom-gewinnung, sowie andere Möglichkeiten der regenerativen Energieerzeugung immer wieder schwerpunktmäßig in allen landwirtschaftlichen Fachzeitschriften behandelt und thematisiert.

Ver- und Entsorgung/Zufahrt

Für einen Energiepark ist weder eine Wasserversorgung, noch Abwasserent-sorgung nötig. Eine Zufahrt in Form eines geschotterten Weges ist ausreichend und fließt in die Baukosten mit ein.

Stromleitungen - freie Leitungskapazität

Nach tel. Recherchen bei E-on könnten voraussichtlich 1-1,5 Megawatt an der Mittelspannungsleitung zwischen der Autobahn und Michelrieth, also in unmittelbarer Nähe des Bärnroth, einge-speist werden. Sollte im weiteren Umfeld andere Eigent ümer eine Anlag e errichten und die derzeit freie Stromaufnahme-kapazität wird belegt, hat Esselbach das Nachsehen. Die exakten Anschlusspunkte und Aufnahmemöglich-keiten müssen gegen eine Kostenerstattung i.H.v. ca. 1.500 berechnet werden und fallen let ztendlich wiede r den Betreibern zur Last.

Kein Risiko durch kompetente Wirtschaftsberatung

Sofern eine Fotovoltaikanlage am Bärnroth gebaut wird, sollte dies seitens der Gemeinde nur unter Hinzuziehung einer kompetenten Wirtschaftsberatung geschehen. Ziel sollte es sein die für die Gemeinde unter Berücksichtigung von Risikofakto ren profitabels t e und nicht die bequemste Lösung anzustreben. Hierfür sind zuverlässige Finanzexperten mit Erfahrung in der Energiebrache erforderlich. Die Verträge laufen schließlich über mindestens 20 Jahre und die Gemeinde muss davon pr ofitieren. Sollte nach Experten m einung kein entsprechender risikoarmer Gewinn für uns möglich sein, wird es auch keine Anlage geben können.

Subventionierter Strompreis

Strom aus Freilandanlagen müssen von den Energieversorgern mit ca. 43 Cent pro kw/h vergütet werden. Für Atomstrom zahlen sie dagegen ca. 5 Cent im Einkauf. Diese Mehrkosten werden letztendlich wieder auf den Strompreis umgelegt. Zu bedenk en ist allerdin g s, dass auch die Forschung und Entwicklung der Atomanlagen in massiver Weise durch den Staat bezuschusst wurde. Eine 1-Megawatt-Anlage am Bärnroth würde nach Auskunft des Verbandes der Elektrizitätswirtschaft in Berlin jährlich etwa nur ein Fünfhunderttausendstel (1/500.000) des gesamten bundesdeutschen jährlichen Strombedarfs produzi eren! Die Mehrkosten die durch diese Anlage entstehen, sind somit für den Endkunden kaum messbar, bringen aber der Gesamtgemeinde (nicht Einzelpersonen!) die eingangs erwähnten Einnahmen. Darüber hinaus wird damit Spitzen-technologie mit hohen Exportanteilen in diesem Bereich gefördert. Diesbezüglich sind auch Herstellerfirmen in Unterfranken ansässig und bieten zukunftsorientierte Arbeitsplätze.